Wer viel reist weiß, wie wichtig das richtige Handgepäck ist. Besonders praktisch sind Rucksäcke: Sie lassen sich bequem tragen, haben viele Fächer und passen (im Idealfall) genau in die Maße der Airlines.
Doch genau hier liegt oft das Problem. Denn jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Regeln, was Größe und Gewicht betrifft. In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei der Wahl deines Handgepäck-Rucksacks achten solltest und welche Maße bei den gängigen Airlines gelten.
Die 10 besten Rücksäcke im Überblick
Worauf du beim Handgepäck achten solltest
Ein Handgepäck-Rucksack muss mehr können, als nur ein bisschen Stauraum zu bieten. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du bei der Auswahl berücksichtigen solltest:
1. Maße und Gewicht
Der wichtigste Punkt zuerst: Der Rucksack muss in das Gepäckfach über dem Sitz oder unter den Vordersitz passen. Was genau als „passend“ gilt, ist von Airline zu Airline unterschiedlich. Wer Pech hat, muss sein Gepäckstück am Gate aufgeben und extra zahlen – und das nur, weil der Rucksack ein paar Zentimeter zu groß ist. Achte also auf die offiziellen Maße und überschreite sie im besten Fall nicht.
2. Stauraum und Aufteilung
Ein gutes Modell hat nicht nur viel Platz, sondern auch eine clevere Innenaufteilung. Fächer für Laptop, Powerbank, Kabel, Reisedokumente oder Kleidung sind Gold wert. So findest du alles schnell und musst nicht in einem großen Chaos wühlen. Auch ein verstecktes Fach für Tracker wie die Apple AirTags ist sinnvoll.
3. Komfort beim Tragen
Wenn du lange durch Flughäfen läufst oder mit dem Handgepäck auch noch eine Städtereise machst, solltest du auf gepolsterte Träger und einen atmungsaktiven Rückenbereich achten. Das macht einen enormen Unterschied.
4. Verarbeitung und Material
Ein Rucksack muss was aushalten können. Reißverschlüsse sollten stabil sein, das Außenmaterial am besten wasserabweisend. Nichts ist nerviger als ein defekter Zipper oder ein durchnässtes Notebook.
5. Zugang und Sicherheit
Ein schneller Zugriff aufs Hauptfach, ein separates Fach für Flüssigkeiten oder ein verstecktes Fach für Wertsachen sind praktische Extras. Wer viel unterwegs ist, weiß, wie wertvoll eine gute Organisation ist.
Die Handgepäck-Regeln der wichtigsten Airlines in Deutschland
Damit du auf Nummer sicher gehst, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Vorgaben der größten Fluggesellschaften. Die folgenden Maße sind ohne Gewähr, können sich jederzeit ändern und gelten jeweils für das reguläre Handgepäck.
Manche Airlines erlauben zusätzlich ein kleines persönliches Gepäckstück (z. B. eine Handtasche oder Laptoptasche).
Lufthansa
Maße: 55 x 40 x 23 cm
Gewicht: bis 8 kg
Zusätzlich erlaubt: ein persönlicher Gegenstand (40 x 30 x 10 cm)
Eurowings
Maße: 55 x 40 x 23 cm
Gewicht: bis 8 kg
Zusätzlich erlaubt: ein kleiner Gegenstand (40 x 30 x 10 cm)
Condor
Maße: 55 x 40 x 20 cm
Gewicht: bis 8 kg
Zusätzlich erlaubt: persönliche Gegenstände (z. B. Laptoptasche)
Ryanair
Kostenloses Handgepäck: 40 x 20 x 25 cm (passt unter den Sitz)
Nur mit Priority Boarding: 55 x 40 x 20 cm, max. 10 kg
easyJet
Standardtarif: 45 x 36 x 20 cm
Mit „Up Front“ oder „Extra Legroom“: 56 x 45 x 25 cm
Was bedeutet das nun für dich? Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, wähle einen Rucksack, der die Maße von 55 x 40 x 20 cm nicht überschreitet. Damit liegst du bei fast allen Airlines im grünen Bereich – Ryanair ausgenommen, es sei denn, du buchst Priority.
Welcher Rucksack ist der richtige?
Die Wahl hängt stark davon ab, wie du reist. Für kurze Wochenendtrips brauchst du vielleicht nur ein Fach für Kleidung und ein Laptopfach.
Wer regelmäßig geschäftlich unterwegs ist, sollte auf zusätzliche Organisationsfächer und ein seriöses Design achten. Backpacker, die mit Handgepäck um die Welt reisen, benötigen vor allem Volumen, Komfort und Strapazierfähigkeit.
Ein kleiner Tipp: Viele Hersteller werben mit dem Begriff „Handgepäck geeignet“. Das ist leider nicht immer ganz korrekt. Vertrau lieber auf die exakten Maße und miss im Zweifel selbst nach – mit Inhalt verändert sich das Volumen oft mehr, als man denkt.
